Mittwoch, 28. Mai 2008

Und täglich grüßt...

Okay, ganz offensichtlich ist hier seit einer Woche nichts mehr geschrieben worden. Woran das liegt? Der Author dieses Blogs führt momentan ein Leben, welches an Langweiligkeit und Eintönigkeit kaum noch zu überbieten ist. Jeden Tag aufstehen, für Klausuren lernen, schlafen gehen. Ich war am Wochenende nicht weg, dass Wetter ist furchtbar (ja, es regnet...) und meine Laune ist aus verschiedenen Gründen im Keller (gewesen). Jegliche Versuche (bisher ja nicht besonders fruchtbare, wie einige wissen und andere nicht...) mit dem anderen Geschlecht Kontakt aufzunehmen sind ebenfalls eingefroren worden, um mich nicht noch einer zusätzlichen emotionalen Stresssituation auszusetzen, so dass an dieser "Front" ebenfalls Informationsstille herrscht. Klingt rational, und ist auch so.
Das alles soll alles in allem heißen: Ich hab grad echt nix interessantes zu berichten. Sobald meine Klausuren vorbei sind, wird das vielleicht wieder anders werden, aber ich werd bestimmt auch was unternehmen, wenn die ersten beiden Klausuren (die am selben Tag stattfinden...) am 13. 6. vorbei sind. Dann gibts vielleicht mal wieder was spannendes aus meinem Leben zu berichten.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Triumph

Ich habe jetzt bereits von mehreren unabhängigen (und teilweise muttersprachlichen) Quellen gehört, dass man an meinem Akzent nicht erkennen kann, dass ich aus Deutschland komme. D.h. ich habe keinen (starken) deutschen Akzent im Englischen! Hurra! Das ist doch mal ein kleiner Erfolg in dem man sich sonnen kann. Vor allem wenn man bedenkt, was ich für eine Abneigung dem deutschen Akzent gegenüber habe (was ich ja bereits zum Ausdruck gebracht habe).
Ich erkläre mir diese Abneigung übrigens inzwischen darüber, dass das der Akzent ist den man die ganze Zeit in der Schule im Englischunterricht hört und das ich den deshalb automatisch mit schlechtem Englisch assoziiere (da ja Schüler noch nicht so gut in Englisch sind und auch einen starken Akzent haben, während Lehrer eher einen schwächeren Akzent haben und (hoffentlich) Englisch gut beherrschen). Ich weiß, dass das im "normalen" Leben eigentlich eine schlechte Generalisierung (weil ja ein starker Akzent ja eigentlich kein Zeichen whatsoever dafür ist (na gut stimmt nicht: Wenn Leute keinen Akzent haben, bedeutet das ja meistens, dass sie sich bereits längere Zeit mit der Sprache beschäftigt haben (denn aus welchem Grund sollten sie sonst keinen Akzent haben?) während Leute mit starkem Akzent ja tatsächlich oft die Sprache schlechter beherrschen), ob jemand eine Sprache beherrscht oder nicht - jedenfalls in jeder Hinsicht außer mit Hinblick auf die Aussprache) ist (Wow, drei Klammern ineinander!), aber was soll man machen...

Donnerstag, 15. Mai 2008

Tage wie diese

Nur für die, die sich wundern, wie mein Leben momentan ausschaut: Da ich momentan voll drauf bin mich für die Klausuren vorzubereiten (mit Bezug auf welche ich ein Wechselbad der Gefühle durchmache: An manchen Tagen denke ich, dass das ja alles total einfach wird und anderen Tagen denke ich, dass das unschaffbar ist...) hab ich mir ein voll mega geregelten Tagesablauf zugelegt, der beinhaltet: 8.30 Aufstehen. Duschen. Frühstücken. 10 Uhr Hall verlassen. 10.30 anfangen zu lernen. 18.30 nach hause gehen. 19.00 Essen. 20 - ausruhen... Soviel zum aufregenden Lebenstil. Wie sagt man so schön: Ich lebe für die Pausen... Die Abende sind natürlich auch toll. Und das lernen kann auch super sein... Wenn es was interessantes zu lernen gibt (ich übertreibe natürlich masslos. Die meisten Sachen die ich lerne sind natürlich super spannend. Aber es wäre einfach so viel besser Essays oder Hausarbeiten über die jeweiligen Themen zu schreiben. Klausurenlernen ist soooo stupid!).

Out in Camden Town

Nur schnell als Statusupdate ein kurzer Bericht von meinem Wochenende. Ich war Samstag nämlich aus in Camden Town. Camden Town liegt eigentlich direkt um die Ecke von meiner Hall of Residence und ist auch der Ort an dem der "Camden Market" stattfindet, wo man alles kriegen kann, von Toilettenpapier und Taschentüchern die vom Lastwagen gefallen sind (und deshalb spottbillig sind), über Geschirr, bis zu den neuesten Modeassecoirs (k.A. wie man das schreibt. Ist mir auch egal...). Naja, jedenfalls habe ich mir das sagen lassen, selbst dagewesen bin ich nämlich noch nicht (und das obwohl er nur ne halbe Stunde zu Fuss entfernt liegt... Tztztztz). Wir waren zu 4 (ich, zwei Freunde aus der Hall und eine Freundin von einem der Freunde die aus Brasilien zu Besuch war [naja eigentlich war sie aus Paris, wo sie den letzten Monat verbracht hat, zu Besuch in London, aber Details sind ja nicht wichtig]) und haben den Abend auf der Camden Street zugebracht, was eine echte nette Ecke, vollgestopft mit netten Leuten (jedenfalls zu dem Zeitpunkt als wir da waren) ist. Wir haben den Abend im Pub "The World's End" gestartet, wo wir "World's End"-Bier kaufen wollten, worauf die Kellnerin uns bedauernd mitteile, dass es ein solches Bier nicht gäbe, sondern dass das nur die Schilder von der Kneipe an den Zapfsäulen seien (wobei nicht klar ist, ob sie die Tatsache bedauerte, dass es solches Bier nicht gibt oder ob sie uns bedauerte, weil wir zu blöd waren darauf selbst zu kommen...). Im Pub lernte die Freundin des Freundes dann jemanden kennen der an dem Abend Geburtstag hatte und wie es der Zufall wollte, hatte sie selbst ebenfalls Geburtstag. Und tatsächlich haben wir an diesem Abend bestimmt 6 Leute getroffen die Geburtstag hatten... Der 10. Mai muss irgendwas besonderes an sich haben... Das World's End ist jedenfalls ein etwas alternativ angehauchter Pub, in dem man seinen Abend gut beginnen kann. Leider war es zu laut um sich zu unterhalten und es war nicht möglich (so wie sonst normalerweise in Pubs), sein Bier mit nach draussen zu nehmen. Wir haben uns deshalb bald auf den Weg zu einem anderen Ort gemacht, nämlich einem Club. Auf dem Weg dahin sind wir noch schnell in einer Bar eingekehrt, wo man auch tanzen konnte. Haben wir auch gemacht und sind dann weitergezogen. Der Club in den wir wollten (leider habe ich dessen Namen vergessen) war leider Sold Out, weshalb wir ins "Purple Turtle" gegangen sind, was ein Club gleich auf der anderen Straßenseite war (wie praktisch!). Am Eingang teilte man uns schnell mit, dass das Publikum zu 50 % gay und zu 50 % non-gay sei, was wir aber nicht weiter schlimm fanden und uns ins Getümmel stürzten. Den Rest des Abends haben wir dann im Purple Turtle verbracht, welches ein wirklich netter kleiner Club ist, in dem nette Leute herumliefen und ebenso nette Musik lief. Zwischendurch haben irgendwelche Leute Glitterzeug in die Menge gepustet, wovon ich einzelne Fragmente noch immer an mir finde (was wohl auch daran liegt, dass ich voll Glitter ins Bett gegangen bin, weshalb jetzt mein Bett glittert...). Interessant war, dass auf der Toilette jemand bei den Waschbecken saß, der einem brav Seife und Trockentücher und je nach Wunsch irgendwelche Düfte reichte nachdem man seinem natürlichen Bedürfnis nachgegangen war.
Ich habe dann noch einer blonden Schönheit (die ich natürlich nicht vorher ausgecheckt oder taxiert hatte!) schnell auf der Tanzfläche im vorbeigehen zugeraunt "You are gorgeous." Worauf mein brasilianischer Freund, der wohl dachte, dass ich die blonde Schönheit angraben wolle (was nicht der Fall war) und mir wohl irgendwie zur Unterstützung eilen wollte, zu ihr meinte "He said: You are gorgeous". Darauf sie: "I heard it." Naja, vielleicht war sie nicht so begeistert (jetzt wo ich so drüber nachdenke, dass ist mal wieder so eine Szene fürn Film...). Aber wenigstens kann man die Gefahr ausschließen, dass sie sich von mir bedroht fühlte oder etwas ähnliches. Den Abend habe ich dann damit beschlossen, dass ich mit einer netten portugiesischen Dame getanzt und geplaudert habe, die zufälligerweise am selbem Abend Geburtstag hatte. Na dann... Es war alles in allem, dass kann man wohl sagen, ein gelungener Abend. Nur mein Bett glittert jetzt...

Attacke auf offener Straße

Heute beim Joggen ist mir etwas Unglaubliches passiert: Ich wartete gerade (auf der Stelle hampelnd) an einer Ampel um die Straße zu überqueren, als ein Auto an mir vorbeifuhr und mir eine Ladung Ketchup mitten ins Gesicht klatschte. Ich wusste erst gar nicht was passiert war und dachte, dass Auto sei vielleicht durch eine Pfütze gefahren und ich wäre vom spritzenden Wasser getroffen worden. Meine Augen brannten wie Hölle und ich dachte schon ich würde umkippen oder so. Ich kann euch sagen, dass war seeeeeehr unangenehm. Wasser oder etwas ähnliches war natürlich nicht in meiner Nähe, womit ich mir hätte die Augen auswaschen können. Als ich mich erholt hatte, war der Wagen natürlich schon über alle Berge. Aber ich fass es immernoch nicht: Da hat mich doch jemand tatsächlich mit Ketchup beworfen! Auf offener Straße! In einer europäischen Großstadt! Einfach so! Und der *X§$@! hat mich auch noch im Gesicht und an den Augen getroffen! Ich war so wütend, dass ich wenn ich den Typen irgendwie in die Hände bekommen hätte... Naja, sagen wir einfach, dass ich zu blutigen Rachetaten bereit gewesen wäre...

Man schlägt den inneren Schweinehund

Yeah! Ich hab mir vorgenommen jetzt jede Woche Dienstag und Donnerstag joggen zu gehen und es tatsächlich diese Woche gemeistert (auch wenn der innere Schweinehund heute doch schon sehr laut gebellt hat. Vor allem aufgrund einer fiesen Blase unterm rechten Fuss, die sich dann aber als harmlos herausgestellt hat...)! Ich hab dazu einfach den Plan aufgegeben das Joggen in den frühen Morgenstunden stattfinden zu lassen (um 7 Uhr... vorm Frühstück) und beschlossen es auf den Abend zu verlegen. Hat mehrere Vorteile: ICh stelle den Schweinehund zufrieden, indem ich morgens "lange" liegen bleiben kann (bis 8.30 .... Wuhu...) und da ich Abends eh müde bin, geht auch keine Zeit für Studien beim Joggen drauf. Natürlich kann ich dafür an diesen Tagen in den Abendstunden keinerlei sozialen Aktivitäten nachgehen, aber ich glaube, dass ist es mir wirklich wert. Außerdem passt es mir sehr gut in meine derzeit überaus geordnete Tagesplanung (ich komm mir schon vor wie beim Militär....), dass ich zwei festgelegte Tage habe, an denen ich die Abende ganz für mich habe (nachdem ich gejoggt habe...).

Montag, 12. Mai 2008

Volksweisheiten

Einer der haeufigsten Ratschlaege die ich in den letzten Tagen/Wochen bekommen habe ist: "Tu es doch einfach. Mehr als "Nein" sagen koennen sie nicht." Dieser Ratschlag bezieht sich natuerlich mal wieder auf das Thema Frauen und kommt immer dann, wenn man in irgendeiner Weise andeutet, dass man die oder jene interessant findet und gerne mal zum Kaffee trinken einladen moechte. Ich meine, klar der deskriptive Gehalt des Ratschlag ist so wahr wie "Alle Junggesellen sind unverheiratet", aber er ist auch ebenso trivial und wenig hilfsam (ist "hilfsam" ueberhaupt ein deutsches Wort?). Haben die Leute in 10000 Jahren Menschheitsgeschichte (oder in den letzten 30-40 Jahren freien Datings) keine besseren Heuristiken entwickelt um solche Situationen zu meistern? Und warum gibt man jemanden einen solchen Ratschlag, wenn klar ist, das sich die entsprechende Person das auch selber denken kann? Um die Person zu ermutigen? Und: Wenn es so einfach ist, warum tun es dann so viele Leute nicht einfach? Waere es nicht mal interessant sich anzusehen, was da eigentlich die Mechanismen sind die da ihr Werk tun? Fragen ueber Fragen...

Welcher Idiot...

hat sich eigentlich ueberlegt, dass das akademische Jahr in England, mitsamt dem Stattfinden von allen Klausuren, etc. unbedingt im Sommer beendet werden muss? Draussen ist das schoenste Wetter, d.h. strahlender Sonnenschein und unbewoelkter Himmel und die Studenten muessen in Bibliotheken und anderen geschlossenen Raeumen ihr Dasein fristen. Hinzu kommt, dass sich bei solch sommerlichen Temperaturen die Konzentration ebenfalls sehr schnell verabschiedet (wie konnte es die Griechen bei deren Temperaturen nur jemals auf die Reihe kriegen eine Denkerkultur ins Laufen zu bringen?). Ich meine, haette man nicht einfach sagen koennen: Okay, wir starten im Januar, machen im Sommer ne Pause und beenden das Jahr im Herbst/Winter? Irgendwie haben sich das die Leute nicht gut ueberlegt...

Samstag, 3. Mai 2008

Verrückte Aktionen im unnüchternden Zustand

Gestern war ich mit meinem Freund Ben und ein paar von seinen Freunden die er noch von früher kennt aus. Wir sind so durch verschiedene Pubs gezogen und das Prozedere war, dass jeder der Beteiligten eine Runde ausgibt. Was ich eigentlich gar keine so gute Idee finde, weil man dann natürlich nicht so viel trinken kann wie man will (weil man dann de facto so viele Bier trinken muss, wie Leute da sind mit denen man rumzieht. Es sei denn man hauft früher ab)... Aber, dass ist vielleicht auch der Zweck dieses Vorgehens. Naja, auf jedenfall war ich ziemlich betrunken (was nach dem Konsum von 7 Pints [0,5 Liter!] sicherlich nicht im geringsten verwunderlich ist). Allerdings ermöglichte mir dieser Zustand folgende Aktionen zu bringen, die ich schon immer mal bringen wollte: Das Gespräch drehte sich (wie konnte es anders sein...) um das andere Geschlecht. Die Gruppe wurde sich einig, dass eine bestimmte Frau im Frau ziemlich attraktiv sei. Ich bin dann zu ihr hingegangen und habe gesagt: "Excuse me. I just wanted to tell you that we as a group think that you are beautiful and perferct. Take this home with you." Die Frau hat sich dann bei uns bedankt und wir sind getrennte Wege gegangen. Ich fand die Aktion einfach gut, weil Leute sich sowas normalerweise nicht sagen, aber es für die Frau (oder auch jede andere Person) doch nett ist, wenn Leute die sie gar nicht kennen so etwas sagen oder? Vielleicht nehme ich mir vor, dass in Zukunft öfters zu machen...