Dienstag, 25. September 2007

London Calling...

Diese Nachricht habe ich eigentlich schon gestern geschrieben, aber lustigerweise, war meine Zeit im Internetcafe genau in dem Moment um, in dem ich diesen Post fertig geschrieben hatte, aber bevor ich ihn abschicken konnte...

So, nachdem ich die letzten Tage hauptsaechlich ohne Internet war, bin ich nun in einem Internetcafe im Herzen Londons angekommen (das Cafe liegt direkt gegenueber vom Bahnhof "Charing Cross" fuer alle, die es auf der Karte nachsehen wollen :-)) und habe endlich ein wenig Zeit, die Ereignisse der letzten Tage einmal Revue passieren zu lassen.

Zunaechst einmal zur Fahrt. Ich bin mit meiner Familie am Freitag Abend in Richtung London aufgebrochen, mit dem Wohnwagen meiner Eltern im Schlepptau, in welchem wir die Tage verbringen, bis ich am Freitag endlich in mein Zimmer in der Canterbury Hall einziehen kann. Wir wohnen auf einem wunderbaren Campingplatz in einer Vorstadt von London namens "Abbey Wood", der so idyllisch ist (der Campingplatz, fuer alle die den Bezug unklar finden), dass einem staendig Eichhoernchen (oder Streifenhoernchen, k.A. welche Art genau) vor den Fuessen herumtollen und Fuechse einem Nachts die Schuhe klauen (jedenfalls behaupten letzteres die Wardens des Campingplatzes. Ich persoenlich habe noch keinen einzigen Fuchs gesehen).

Sonntag hatten wir dann nach einer relativ ereignislosen Fahrt unser erstes Erlebnis des interkulturellen Art: Linksverkehr. Ich muss sagen, dass mich diese Regelung doch sehr verwirrt. An jeder Strasse sieht man zuerst immer in die falsche Richtung und nicht nur das: Da man aus Deutschland trotz sicherlich hinreichend grosser Bombadierungen paedagogischer Leitsaetze das LinksUNDrechtssehen betreffend, daran gewoehnt ist, nur in die Richtung zu sehen, aus der das Auto kommen koennte, (also in etwa so: An einer grossen Strasse mit Fussgaengerinsel sieht man zuerst nur nach links, geht dann rueber auf die Fussgaengerinsel und sieht dann nach rechts) passiert es einem relativ oft, dass man in die falsche Richtung guckt und dann beinahe von einem Taxi oder Bus ueberrollt wird.

Taxis und Busse gibt es in London uebrigens in Huelle und Fuelle, um nicht zu sagen: In London gibt es nur Taxis und Busse, aber davon sehr viele. Das liegt mit Sicherheit daran, dass das Autofahren in der Innenstadt Gebuehren kostet.

Montag habe ich dann zum ersten mal die Uni gesehen. Ich muss sagen, dass ich ueberaus begeistert von ihr bin. Sie ist schoen gelegen und sieht schoen aus. Ich freue mich jetzt sehr auf den Beginn des Studiums, um nicht zusagen: Ich kann es gar nicht mehr erwarten. Leider ist Freitag erst der Tag zum Registrieren und in der Woche danach ist erst einmal ein Vorbereitungswoche, so dass es erst so richtig am 8. Oktober (fast schon deutsche Verhaeltnisse) los geht. Aber auf die Vorbereitungswoche bin auch bereits sehr gespannt. Endlich lerne ich die Leute kennen, mit und bei denen ich studieren werde! Zur Uni werde ich sicherlich noch mehr schreiben, wenn ich die Ruhe dazu finde...


Mein Wohnheim hab ich mir am selben Tag ebenfalls angesehen. Die Canterbury Hall gehoert zu den sogenannten "Garden Halls", die alle an den sogenannten "Cartwright Gardens" liegen. Hoert sich nett an, man sollte allerdings wissen, dass die Cartwright "Gardens" aus einem schaebigen Tennisplatz mit ein bisschen Gras drum bestehen...Die Gegend ist allerdings ueberaus nett, was sicherlich sehr daran liegt, dass es sich bei den Garden Halls um 3 (!) Studentenwohnheime handelte, in denen zusammen bestimmt 750 Studenten oder so wohnen. Die Gegend um die Halls kommt dementsprechend auch sehr studentisch rueber, was sich unter anderem darin ausdrueckt, dass das Essen in der Gegend vergleichsweise billig ist (es gab z.B. einen LAden mit indischem und thailaendischem Buffet mit einem All-you-can-eat Angebot fuer 4,50 £. Es muss an dieser Stelle allerdings erwaehnt werden, dass mir London (ausser dem Mietpreis meines Zimmers im Studentenwohnheim) gar nichtso teuer vorkommt, wie immer behauptet wird. Allerdings habe ich auch noch keine Nahrungsmittel, etc. kaufen muessen...


Zu London: Die Stadt ist im Zentrum sehr schoen, sehr lebendig und abwchslungsreich. Als ich das erstemal reingefahren bin dachte ich jedoch: Oh mein Gott, die Stadt ist nur aus braunen Ziegelsteinen gebaut. Denn so sehen eigentlich alle Stadtteile, die ich bisher gesehen habe, dich nicht zum Zentrum gehoeren aus: Lauter Haeuser, die alle gleich aussehen und aus demselben Material gebaut zu sein scheinen.

Das Englisch der Londoner finde ich sehr schwer zu verstehen (mnachmal frage mich, ob die ueberhaupt Englisch sprechen...hoert sich jedenfalls nicht so an...) und ich mache mir schon ein wenig Sorgen, wie es wird, wenn der Unterricht und die Diskussionen erst einmal losgehen...Wie soll ich denn Eindruck schinden koennen, wenn ich die Argumente und Kommentare der anderen nicht verstehe und mir dann einen abstottern muss, um irgendetwas zu erwidern??? Naja, ich uebertreibe wohl etwas und ich bin wohl schneller drin, als ich es fuer moeglich halte, aber dieses "Englisch" ist trotzdem gewoehnungsbeduerftig...



So, da mir der Rechner anzeigt, dass "meine Zeit ablaeuft", schliesse ich dieses Statement an dieser Stelle. Weitere Ausfuehrungen folgen bei der naechsten Gelegenheit...

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