Mittwoch, 26. September 2007

Yesterday I fell in love with a city...

Gestern Abend, als ich mit der Bahn in Richtung Campingplatz gefahren bin, ist zum erstenmal alle Scheu und Befremdlichkeit von mir abgefallen und ich habe mich wirklich GUT damit gefuehlt, in London zu sein. Die Stadt gefaellt mir von Tag zu Tag besser und ich freue mich immer mehr, auf das Leben in dieser Metropole. Die Stadt ist ein bisschen so wie Frankfurt, wo ich mich sehr wohl gefuehlt habe, Berlin, eine Stadt, die ich sehr liebe und Paris, eine Stadt die mich ueberaus beeindruckt hat und das alles zusammen. Ausserdem sprechen die Leute Englisch (jedenfalls behauptet man es. So richtig ueberzeugen konnte mich davon noch niemand) und die Uni, an welcher ich studieren werde, scheint ebenfalls wirklich toll zu sein. Ubd dann wohne ich auch noch genau im HERZEN dieser Stadt (naja, ich werde es zumindest...). Meine Neugier kennt keine Grenzen mehr...

Heute habe ich ein weiteres ueberaus erhebendes Erlebnis gehabt, dass vielleicht nicht alle von euch nachvollziehen koennen: Ich war in einer Buchhandlung und habe bei den philosophischen Literatur gestoebert. Und nicht nur, dass die Buecher alle auf Englisch waren (was in der Hauptstadt Grossbrittaniens sicherlich nicht verwunderlich ist), nein, die meisten Buecher waren interessant und gut! Im Gegensatz zur Auswahl an philosophischer Literatur in einer deutschen Buchhandlung, von der ich Regelmaessig enttaeuscht werde, war ich vom hiesigen Angebot mehr als angetan... Leider ist meine Angst vor einem grossen Loch in meinem Geldbeutel momentan noch zu gross, so dass ich mich noch nicht eingedeckt habe, aber ich weiss nicht, wie lange ich der Temptation noch widerstehen kann.

Ein Manko des heutigen Tages war, dass ich nun so langsam anfangen richtig nervoes zu werden und mein Selbstbewusstsein, dass sich in letzter Zeit zu einem dichten Klumpen irgendwas (denkt euch einfach das dichteste Element der Welt) verhaertet hatte (LSE? Pah, dass schaff ich doch mit Links. Fremd in der fremden Stadt? Ha, ich lern so schnell Leute kennen, da merk ich gar nicht, dass ich erst einen Tag hier bin...), broeckelt so langsam in seine Bestandteile zusammen und laesst mich als ein nervoesen, aufgeregten und aengstlichen kleinen, naja stellt euch einfach das niedlichste Kleintier vor, dass ihr euch vorstellen koennt (um der Sache mit dem Selbstbewusstsein mal einen Dreh in die richtige Richtung zu geben). Mein Respekt vorm LSE wachst wieder und meine Furcht vor der fremden, hoffentlich bald eroberten SPrache in welcher ich wissenschaftliche Arbeiten schreiben und Diskussionen fuehren soll und vor allem Leute von grossem Intellekt beeindrucken muss (denn eine Promotion fliegt einem ja nicht aus dem Nichts zu oder?) uebersteigt bald den Mount Everest. Und muss man nicht auch nett und interessant sein, um Leute kennenzulernen? Naja, natuerlich sind diese meine Ausfuehrungen uebertrieben, aber wo bliebe denn der Spass, wenn man nicht uebertrieben koennte? Der Kern des ganzen ist einfach: Ich bin nervoes und aufgeregt. Und zwar ziemlich.

Ich habe heute Ausserdem Notting Hill besucht und andere schoene Dinge getan, aber davon berichte ich (vielleicht an einem anderen Tag). Damit beende ich diesen Eintrag, mit dem Versprechen, dass es morgen oder an einem anderen Tag an weitergeht. Selbe Welle, selbes Personal. Und immerschoen weiter einschalten.

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