Da ich gerade Francescos Kommentar weiter unten gelesen habe, ist mir noch etwas eingefallen:
Erstmal: Auch wenn das LSE natürlich einen total guten Ruf hat und auch eine wirklich gute Uni mit wirklich guten Dozenten ist, muss sich die Abteilung für Philosophie der Uni Bielefeld (außer bezüglich ihres Namens) nicht vor der Abteilung des LSE verstecken. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Seminare hier qualitativ besser sind, auch wenn der Lehrstil etwas anders ist. Natürlich findet man hier eine regere Beteilung unter den Studierenden, aber das ist ja auch kein Wunder: Große Namen ziehen natürlich Leute an, die was darauf haben (oder zumindest meinen, was drauf zu haben). Ich kann nur sagen, dass sich Qualitativ die bielefelder Abteilung nicht zu verstecken braucht. Das Problem von Bielefeld ist wohl eher das analytische unfreundliche Klima in Deutschland sowie die chronische Ignoranz angelsächsischer Universität bezüglich der Anerkennung von Universitäten im nicht englischsprachigen Raum.
Vielleicht komme ich demnächst mal mit den hier gängigen Lehrmethoden um die Ecke, damit man mal einen Vergleich hat. Ahso: Ein tiefschneidender Unterschied hier ist natürlich, dass man alle Dozenten von Anfang an duzt...
Zweitens: Am Montag war ich auf einem Vortrag zu Public Choice und danach noch mit einer ganzen Bagage (keine Ahnung ob man das so schreibt) von Philosophen in einem Restaurant. Naja, soviel zur Vorgeschichte... Auf dem Rückweg nach Hause habe ich mich auf jedenfall mit dem Dozenten unterhalten, der den Vortrag gehalten hat (der übrigens aus Deutschland kommt, aber seine gesamte universitäre Laufbahn in England absolviert hat (beginnend mit einem BA in Oxford...)). Der hat mich dann - in etwa - gefragt, ob ich mich nicht erstmal an den Stil der LSE bewöhnen müsste, von wegen analytisch und so. Und da ist mir aufgefallen und das habe ich auch gesagt: Nö, eigentlich ist es hier genauso wie zu Hause. Und das obwohl das LSE als Hardcore analytische Abteilung in England geht, also quasi das eine Ende vom Spektrum darstellt. Naja, es mag sicherlich auch an meinen Interessen liegen und an den Leuten, mit denen ich so rumgehangen habe, aber in der Richtung stellt die Abteilung wirklich nichts neues dar. Professor Luc meinte dazu: Könnte daran liegen, dass isolierte Außenposten dazu tendieren, sich zu radikalisieren (er erwähnte als Beispiel eine katholische Kirche im protestantischen Schweden, in welcher er den "katholischsten Gottesdienst seines Lebens erlebt hätte". Könnte sein...
Erstmal: Auch wenn das LSE natürlich einen total guten Ruf hat und auch eine wirklich gute Uni mit wirklich guten Dozenten ist, muss sich die Abteilung für Philosophie der Uni Bielefeld (außer bezüglich ihres Namens) nicht vor der Abteilung des LSE verstecken. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Seminare hier qualitativ besser sind, auch wenn der Lehrstil etwas anders ist. Natürlich findet man hier eine regere Beteilung unter den Studierenden, aber das ist ja auch kein Wunder: Große Namen ziehen natürlich Leute an, die was darauf haben (oder zumindest meinen, was drauf zu haben). Ich kann nur sagen, dass sich Qualitativ die bielefelder Abteilung nicht zu verstecken braucht. Das Problem von Bielefeld ist wohl eher das analytische unfreundliche Klima in Deutschland sowie die chronische Ignoranz angelsächsischer Universität bezüglich der Anerkennung von Universitäten im nicht englischsprachigen Raum.
Vielleicht komme ich demnächst mal mit den hier gängigen Lehrmethoden um die Ecke, damit man mal einen Vergleich hat. Ahso: Ein tiefschneidender Unterschied hier ist natürlich, dass man alle Dozenten von Anfang an duzt...
Zweitens: Am Montag war ich auf einem Vortrag zu Public Choice und danach noch mit einer ganzen Bagage (keine Ahnung ob man das so schreibt) von Philosophen in einem Restaurant. Naja, soviel zur Vorgeschichte... Auf dem Rückweg nach Hause habe ich mich auf jedenfall mit dem Dozenten unterhalten, der den Vortrag gehalten hat (der übrigens aus Deutschland kommt, aber seine gesamte universitäre Laufbahn in England absolviert hat (beginnend mit einem BA in Oxford...)). Der hat mich dann - in etwa - gefragt, ob ich mich nicht erstmal an den Stil der LSE bewöhnen müsste, von wegen analytisch und so. Und da ist mir aufgefallen und das habe ich auch gesagt: Nö, eigentlich ist es hier genauso wie zu Hause. Und das obwohl das LSE als Hardcore analytische Abteilung in England geht, also quasi das eine Ende vom Spektrum darstellt. Naja, es mag sicherlich auch an meinen Interessen liegen und an den Leuten, mit denen ich so rumgehangen habe, aber in der Richtung stellt die Abteilung wirklich nichts neues dar. Professor Luc meinte dazu: Könnte daran liegen, dass isolierte Außenposten dazu tendieren, sich zu radikalisieren (er erwähnte als Beispiel eine katholische Kirche im protestantischen Schweden, in welcher er den "katholischsten Gottesdienst seines Lebens erlebt hätte". Könnte sein...
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