Mittwoch, 28. November 2007

I have been to Versailles, where everything is grand, everything is magnificient...

Am letzten Sonntag war ich mit Lena im Chateau des Versailles (oder wie auch immer man das schreibt), woraus man schließen kann, dass ich das Wochenende in Paris verbracht habe. Obwohl ich natürlich ein Kunstbanause bin (wie ja einige Leute bereits netterweise bestätigt haben...), bin ich umso mehr ein Geschichts(und wissenschafts - aber das nur so nebenbei)freak, weshalb der Besuch mein Herz erfreut hat. Sollte ich es irgendwann schaffen, das Kabel für meine Digitalkamera wiederzufinden, werde ich hier auch mal ein paar Fotos dazu posten. Leider war Schloss Versailles gerade in einer Renovierung innbegriffen, so dass es von außen nicht so ganz eine Augenweide war, wie man es sich gewünscht hätte. Nicht das ihr mich falsch versteht, das Schloss ist natürlich sehr schön, aber die Gebäude zwischendrin, die mit Plastikfolien überzogen waren, waren dann doch kein solch enormer Ästhetischer Hochgenuß, wie der Rest der Gebäude. Des weiteren wird Versailles wohl gerade für den Winter vorbereitet (was natürlich komisch und vollkommen unverständlich ist, wo doch der Winter erst... in 3 Tagen beginnt...), weshalb eine Menge der Statuen ebenfalls in Plastiksäcke eingepackt waren. Das wars aber auch schon an negativen Einflüsse auf diesen Besuch. Achso... Einen Flügel konnte man nicht besichtigen, weil er ebenfalls renoviert wird. Aber was will man schon für 16 € Eintritt erwarten?
Nun, was soll man sagen? Die Räume im Schloß selbst sind natürlich eine Pracht, auch wenn man gerne mal sehen würde, wie so das alltägliche Leben in diesen Hallen ausgesehen hat. D.H. man kann es sich nur sehr schwer vorstellen, wie es wäre oder gewesen ist in Versailles zu leben. Nicht, dass man es nicht gerne würde... Interessanterweise haben die Haupträume in denen der König gehaust hat, überhaupt keine Fenster, was ich mir bisher noch nicht gut erklären konnte. Sehr schön ist natürlich auch der Spiegelsaal, der mich jedoch nicht so beeindruckt hat, wie ich es erwartet hätte. Auch hier wäre es wahrscheinlich schön gewesen, sich vorstellen zu können, wie es damals für einen Bittsteller (jeglichen Standes und jeglicher Nationalität) gewesen ist, den ganzen Weg durch den Saal bis zum König hindurchlaufen zu müssen. Solche Räume wurden ja mit besonderer Berücksichtigung auf den psychologischen Effekt gestaltet (das erinnert mich gerade an diese Stelle in Chaplins "Der große Diktator", aber egal...). Schön wäre auch gewesen, wenn die Spiegel im Spiegelsaal geputzt gewesen wären, aber man kann wohl nicht alles haben... Am besten gefallen haben mir die Räume, die einen direkten Blick auf den (riesigen) Garten hatten. Leider hatte man keine Möglichkeit, einen Blick in die Dienerquartiere zu werfen und - wie bereits gesagt - fehlte der Ausstellung insgesamt ein wenig der Einblick in das Leben der Menschen die in Versailles gelebt haben. Das mag nur meine persönliche Meinung sein (auch wenn man sie sicherlich gut begründen kann), aber ich denke, dass es Aufgabe solcher Ausstellungen und von Historikern im allgemeinen sein sollte, genau solche Eindrücke zu vermitteln. Was hilft es mir, wenn ich irgendwelche Schmuckstücke in einem Glaskasten sehe, wenn man mir nicht die Bedeutung dieser Schmuckstücke vermitteln kann? Tja... Insgesamt ist der Besuch in Versailles jedoch ein sehr lohnendes Vergnügen.

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