Montag, 5. November 2007

Cambridge

Heute war ich in....Cambridge. Ich war in Cambridge, ich war in Cambridge.

Tja, was soll ich sagen. Vor einiger Zeit hat die Philosophie in Cambridge Studierende aus ganz Englisch die bald potentielle PhD Kandidaten sind zu sich eingeladen und ich habe diese Einladung angenommen. Heute bin ich dann so gegen 10 Uhr mit Martin, einem Kanadier, der mit mir zusammen an der LSE Philosophie studiert, in Richtung Cambridge aufgebrochen - habe nebenbei 3 Vorlesungen geschwänzt, aber das macht nicht soviel, weil die Scripts immer im Internet stehen und in den Vorlesungen meistens nicht mehr gesagt wird, als in den Scripts... Nach ungefähr einer 1 Stündigen Zugfahrt, erreichten wir dann das kleine Provinznest und musste erst einmal heraus finden, wie man überhaupt zur Fakultät kommt. Haben wir aber blendend gemeistert.
Die Fakultät für Philosophie in Cambridge ist in einem "neumodischen" 60er Jahre Bau, der auf Stelzen gestellt ist, d.h. es gibt quasi kein Erdgeschoss. Direkt daneben ist ein riesiges Glaskuppelgebäude, welches die Fakultät für Recht darstellt. Naja, was man da in der Umgebung sieht, ist nicht so ganz das Cambridge wie man es sich vorstellt (ich Schlaukopf habe zwar meinen Fotoappart mitgenommen, aber vergessen die Batterie aufzufüllen, weshalb ich keine Fotos von Cambridge machen konnte :-(). Naja, wir sind dann so gegen 13 Uhr reingegangen (vorher haben wir noch einen Kaffee in einem netten kleinen Cafe getrunken) und wurden dort von einer Horde PhD Studenten, die quasi die Fakultät vertreten haben in Empfang genommen. Lustig ist, dass dort ganz schön viele Studenten über Metaethik promovieren... Ich habe glaub ich noch nie soviele Leute auf einem haufen gesehen, die sich dafür interessieren (außer in Bielefeld natürlich), wie dort. Was vielleicht aber auch daran liegt, dass Simon Blackburn dort residiert, den ich übrigens persönlich getroffen habe!!! Ich hab Simon Blackburn getroffen, ich hab Simon Blackburn getroffen... Naja, dann hat man sich halt so ein bißchen unterhalten und sich Schnittchen einverleibt, bis es zu einem Vortrag von Prof. Blackburn ging, welcher die Studenten über die Feinheiten einer Anmeldung zu einem PhD Studium und über das Studium selber, über Finanzierung, etc. aufgeklärt hat. Dananch gab es dann noch eine Tour durch die verschiedensten der schönsten Colleges die man in Cambridge finden kann (Trinity, St. Johns...), auf welcher ich übrigens das Zimmer gesehen habe, in welchem früher Wittgenstein gelebt hat!!!
Ich muss sagen, dass mir Cambridge wirklich sehr gut gefallen hat. Die Stadt ist klein, aber ansprechend. Die Häuser sind alle sehr schön und ich könnte mich sicherlich stundenlang an den Colleges ergötzen. Die Fakultät für Philosophie ist natürlich erstklassig, aber das hätte man in Cambridge wohl nicht anders erwartet. Ich würde wirklich gern dort promovieren, aber mir fehlt wirklich die Zeit, alle tollen Dinge bis zur Deadline fertigzukriegen, welche am 30. November ist (man muss schließlich beeindruckende References, gute und lange Essays in Englisch, etc. einreichen und sich auf gleich für den ganzen Finanzierungskram bewerben...). Naja, vielleicht pausiere ich einfach ein Jahr und gehe dann nach Cambridge... Mal sehen.

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